System: Nintendo Entertainment System
Spieler: 1
Publisher: CAPCOM

 

Ein Held erblickt das Licht der Welt

Mega Man alias Rockman, wie er in Japan genannt wird, hat schon 25 Jahre auf dem Buckel. Nun gibt es den allerersten Auftritt des Blauen Bombers auch für die Virtual Console der Wii U. Wie wir das Spiel finden und ob es nach 25 Jahren immer noch den gleichen Charme versprüht, erfahrt ihr in unserem Test zu MEGA MAN. 

 

Die Story

Wir schreiben das Jahr 20xx. Die Stadt Monsteropolis lebt in Frieden und Glückseligkeit, bis eines Tages die Stadt von Robotern angegriffen und verwüstet wird. Aufgrund dieser Angriffe entschließt sich der geniale Wissenschaftler und Roboterentwickler Dr.Light dazu einen neuen, noch besseren Robotertyp zu kreieren, um der Verwüstung der Stadt ein Ende zu setzen.

Dr.Light macht sich sofort an die Arbeit, um so schnell wie möglich mit dem Bau des neuen Super-Roboters fertig zu werden. Nachdem er seinen neuen Roboter zusammengebaut und auf seine Funktion überprüft hat, gab er ihm den Namen Mega Man. Ausgestattet mit neuen und besseren Funktionen gegenüber seinen Vorgängern macht sich der Held auf den Weg, Monsteropolis vor der drohenden Zerstörung zu bewahren.

 

Worum geht es?

Mega Man wird losgeschickt, um Monsteropolis vor den Tyranneien von Dr.Wily zu befreien. Dieser hat 6 Roboter-Meister kreiert, die es in 6 unterschiedlichen Leveln zu Zerstören gilt. Die einzelnen Level sind dabei sehr abwechslungsreich gestaltet. Jeder einzelne Bossgegner hat sein speziell auf ihn abgestimmtes Gebiet, über das er herrscht. So zum Beispiel Guts Man, ein Roboter, der schwerste Steinbrocken heben und bewegen kann, erwartet euch in einer Art Steinbruch mit vielerlei Hindernissen.

Ice Man wartet in einer total überfrorenen Eiswelt, die es dem Helden durch den rutschigen Boden sehr schwer macht und die Welt von Elec Man wartet mit einigen elektrisierenden Überraschungen auf. Neben diesen gibt es noch die Roboter-Meister Cut Man, Bomb Man und Fire Man, die allesamt ihre individuelle Welt, Gegner und Fähigkeiten haben.
 
Die Dinge, welche schon vor 25 Jahren begeistern konnten, überzeugen auch noch heute. So gibt es keinerlei vorgegebene Reihenfolge, in denen die Level absolviert werden müssen. Hier habt ihr die freie Wahl, gegen welchen Roboter-Meister ihr wann antreten wollt. Habt ihr diesen am Ende eines jeden Levels erreicht und besiegt, erhält Mega Man die Fähigkeit, dessen Waffe zu übernehmen. So ist es zum Beispiel möglich, mit der Feuer-Waffe von Fire Man, Ice Man in kürzester zeit zu besiegen – mit der Standard-Waffe hingegen nimmt das deutlich mehr Zeit in Anspruch und würde dadurch auch schwieriger werden. Dies funktioniert bei den anderen Bossgegnern auch, denn jeder ist auf eine spezielle Waffe von einem anderen stark anfällig. Doch nicht nur diese, auch viele in den Level verteilten „normalen“ Widersacher sind gegen bestimmte Waffen anfälliger und damit auch leichter zu zerstören.
 
Sind alle 6 Roboter-Meister besiegt, wartet noch die Dr.Wily-Stage auf euch. In den 4 Leveln erwarten euch die unterschiedlichsten Herausforderungen. So gibt es zum Beispiel in der ersten Wily-Stage kein weiterkommen mehr, wenn ihr nicht in einer der 6 ersten Level einen relativ leicht übersehbaren Gegenstand eingesammelt habt. Am Ende jeder Stage erwartet euch ein Big-Boss, der deutlich größer ausgefallen ist als die ersten Gegner. Und wäre das nicht schon genug, werdet ihr nochmals im Verlauf dieser Level von denn ersten 6 Roboter-Meistern herausgefordert. Habt ihr auch dies alles bewältigt, wartet am Ende der 4. Stage Dr.Wily auf euch, der in zwei Phasen relativ simpel besiegt werden kann. Ist dies vollbracht, gelobt Dr.Wily Besserung und verspricht einer der Guten zu werden. Danach folgt auch schon der Abspann und das Spiel ist beendet.

 

Die Technik

Man merkt dem Spiel zwar sein hohes Alter an, dennoch kann es durchaus überzeugen. Schon damals galt es unter den erhältlichen Spielen als eines der schönsten und bestaussehendsten seiner Zeit. Jedes einzelne Level wurde liebevoll gestaltet und versprüht einen eigenen Charme. Es gibt einige Slowdowns und Ruckler sowie das NES typische Sprite-Flackern, was aber nicht wirklich zu stören vermag. Glücklicherweise hat man sich bei der Wii U Virtual Console-Version für die 60Hz U.S.-Version entschieden, die schneller und flüssiger über den Bildschirm läuft als die Europa-Version.

 

Musikalische Untermalung

Diese ist ein Entwickler durchaus sehr gelungen, denn die meisten Musikstücke passen sehr gut zu den einzelnen Stages und weisen teilweise echte Ohrwurmqualität auf. Hier sei nur einmal die Wily-Stage 1&2 erwähnt oder das Theme von Ice Man; auch wenn die Qualität der kompletten Soundkulisse noch nicht so ganz professionell wirkt und sich etwas dumpf anhört. Die einzelnen Soundeffekte sind zwar recht simpel, passen sich aber dennoch gut ins Spiel ein.

 

Die Steuerung

Den Helden lasst ihr mit B Springen, mit A schießt er und dem Steuerkreuz oder Analogstick wird dieser bewegt. Das Steuerkreuz ist für solche Klassiker immer noch die beste Wahl; mit dem Analogstick steuert sich das ganze doch etwas schwammiger.

 

       Positiv

  • Musik 
  • frei wählbare Level 
  • Fähigkeit Waffen zu erhalten  

      

      Negativ

  • sehr kurz
  • für Anfänger sehr schwer 
  • schwache Akustik 

 

Grafik 70%
Sound 78%
Gameplay 77%
Atmosphäre      75%
Steuerung 70%
Overall 76%

 

 

Mega´s Fazit
 
Mega Man ist ein gelungener Einstieg der Serie mit einigen Mängeln. So fällt der Umfang mit nur 10 Level etwas mager aus und auch die soundtechnische Qualität kann nicht ganz überzeugen. Für Anfänger, welche noch keinen Teil der Serie gespielt haben, dürfte das Spiel zu schwer geraten sein.
Spieler, die allerdings mit dieser Serie groß geworden sind, werden keinerlei Mühe haben, den Titel ohne Probleme in kurzer Zeit durchzuspielen. Insgesamt gesehen ist der erste Auftritt des blauen Bombers nicht nur wegen des fordernden und abwechslungsreichen Gameplays durchaus gelungen.